"Es besteht die Gefahr, daß die vorherrschende Erzählung über die Finanzkrise uns nicht aus einem Traum aufwecken, sondern uns in die Lage versetzen wird, weiterzuträumen. An diesem Punkt sollten wir beginnen, uns Sorgen zu machen - nicht nur über die ökono-mischen Folgen der Krise, sondern über die offenkundige Versuchung, den "Krieg gegen den Terror" und die Interventionspolitik der USA weiter zu verstärken, um die Wirtschaft in Gang zu halten." Slavoj Zizek: Hoffnungszeichen. Doch die eigentliche Auseinandersetzung beginnt nach dem Sieg Obamas. In: Lettre International, Heft 83, Winter 2008, S.10
Die wahre Mauer einreißen
"Vor einigen Jahren traf die EU nahezu unbemerkt die ominöse Entscheidung, eine gesamteuropäische Grenzpolizei einzurichten, um das Gebiet der EU nach außen abzuschotten und so den Zustrom von Immigranten zu verhindern. Dies ist die Wahrheit der Globalisierung: Die Errichtung neuer Mauern, um das wohlhabende Europa vor der Flut der Immigranten zu schützen... Die grundlegende Kluft ist die zwischen denjenigen, die in der Sphäre des ökonomischen Wohlstands einbezogen, und denen, die aus ihr ausgeschlossen sind.... Die einzige echte Lösung ist die, die wahre Mauer einzureißen, nämlich die sozioökonomische; das heißt die Gesellschaft zu verändern, so dass die Menschen nicht länger verzweifelt versuchen, ihrer Welt zu entfliehen." Slavoj Zizek in Lettre International, Ausgabe 71, Winter 2005
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Die Homepage wurde am 25.03.2008 veröffentlicht. Zuletzt geändert am 1.06.2010